Museum der Stadt Lennestadt
Kölner Str. 57
57368 Lennestadt-Grevenbrück

Tel. 02721/1404 (während den Öffnungszeiten)
Tel. 02723/608401 (Verwaltung)

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www.lennestadt.de
www.facebook.com/MuseumLennestadt

Ansprechpartner: Jürgen Kalitzki

 

Öffnungszeiten:

Dienstag 9.00 - 12.00 u. 14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag 9.00 - 12.00 u. 14.00 - 18.00 Uhr
Jeden 1. So. im Monat 14.00 - 17.00 Uhr
Einlass bis 30 Minuten vor Schließung

 

Eintrittspreise:

Eintritt frei
Gruppenführungen nach Vereinbarung, Dauer ca. 1 Std. (40,00 EUR)
 

Ausstellungen: 

01.01.2016 bis 31.12.2016
Ausstellung "Die Schatten des Krieges."
Kriegserfahrungen der Menschen in den Lennestädter Dörfern 1939 bis 1945.
Werkstattausstellung

 

08.01.2017 bis 21.05.2017

"Tisch-, Gebrauchs- und Schlaftextilien aus 100 Jahren (1850-1950)"
Kabinettausstellung

 

27.08.2017 bis 22.10.2017

"Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen."
Wanderausstellung des LWL im KulturBahnhof Grevenbrück

 

12.11.2017 bis 03.12.2017

"Die Freusbergs - Landräte des Kreises Olpe"
Sonderausstellung

 



 


 



 

 

 

 



 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Museum der Stadt Lennestadt

Die Dauerausstellung "Moderne Zeiten - Vom Leben im Sauerland 1850 – 1955" zeigt die spannende Geschichte der Orte, die heute zur Stadt Lennestadt gehören von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre.

Moderne Zeiten - Vom Leben im Sauerland 1850 - 1955

Ausgangspunkt ist der Bau der Ruhr-Sieg Eisenbahn im Jahre 1861, der Beginn des Industriezeitalters im östlichen Teil des Kreises Olpe. Gezeigt werden die Themen Eisenbahn, Bergbau, Eisen- und Chemieindustrie, Tabakfabrikation und Selbstversorgerwirtschaft, Gesellschaftlicher Wandel auf dem Lande in der Folge der Industrialisierung, Familie, Nachbarschaft, Vereinswesen, Kirche, Heimatbewegung und Tourismus, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus sowie Nachkriegsjahre im Sauerland. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Präsentation der Grabungsfunde von der hochmittelalterlichen Burg Förde bei Grevenbrück ("Peperburg"). Ergänzt wird die Dauerausstellung durch Fossilienfunde aus dem Raum Lennestadt, ein historisches Klassenzimmer und einen Raum zur Vorführung des häuslichen Textilhandwerks sowie durch regelmäßige Sonderausstellungen.

Die Industrie kommt aufs Land

Zahlreiche Bilder und Gegenstände illustrieren die Geschichte des Erzbergbaus, der Metallverarbeitung, den Eisenbahnknotenpunkt Altenhundem, die Entwicklung der Chemischen Fabrik, der Dynamitfabrik in Grevenbrück sowie Erzeugnisse der Tabakindustrie.

Neue Welten

Mit der Industrie kamen die Menschen aus vielen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland ins Sauerland. Sie hinterließen Spuren: Die evangelischen Zuwanderer gründeten eigene Kirchen und Schulen und in den Orten ließen sich Unternehmer moderne, repräsentative Häuser bauen.

Von Bergmannskühen und Gesangvereinen

Am Beispiel der weit verbreiteten Hausschlachterei zeigt das Museum, wie sehr die Landwirtschaft vor 1945 das Leben der Menschen bestimmte. Neben den Bauern betrieben auch die Fabrikarbeiter Landwirtschaft. Viele hielten zumindest ein Schwein und ein paar Ziegen und bearbeiteten ein gepachtetes Stück Acker. Die Ausstellung zeigt auch das Leben der Menschen in der Familie und Kirche, in den Vereinen, den Gasthäusern und Nachbarschaften.

Zeitgeschichte

Die Errungenschaften der Weimarer Republik (die nicht nur die Inflation, sondern auch das Radio und die ersten Kinos bis in diese Region brachte), die Heimatbewegung, die Auseinandersetzungen der politischen Parteien am Vorabend der Nazi-Diktatur sind Themen der Ausstellung. Denn nicht nur in Berlin, auch in Meggen und Halberbracht füllten politische Redner die Hallen und Gasthäuser. Ein anderer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit des Nationalsozialismus. Mit einer Dokumentation über die Not- und Aufbruchsjahre der Nachkriegszeit endet der Rundgang.

Was bleibt? Die Funde vom mittelalterlichen Rittersitz Burg Gevore (Förde)

In den 1980er Jahren förderte eine Grabung des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück und des Westfälischen Museums für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege in Olpe fast 3.000 Fundstücke aus der Vergangenheit der mittelalterlichen Burg Gevore, genannt „Peperburg“, bei Grevenbrück zutage.

Die wichtigsten Fundstücke dieser Grabung sind hier zu sehen. Die Bewohner der Burg haben diese Gegenstände weggeworfen bzw. sie sind dort verloren gegangen. Es mögen weit mehr gewesen sein, denn im Laufe der Jahrhunderte fand vieles Verwendung bei den Bewohnern der umliegenden Dörfer, verschwand bei Raubgräbereien oder fiel Ende des 19. Jahrhunderts dem unterhalb der Burg gelegenen Steinbruch zum Opfer.

Viele Funde sind handwerklich und bezüglich des Materials von hoher Qualität. Sie machen deutlich, dass die Edelherren von Gevore Anteil an der höfischen Kultur des Hochmittelalters hatten. Die Fundstücke gehören damit zu den wenigen hochmittelalterlichen Sachzeugnissen, die in unserer Region erhalten geblieben sind. Wie das Elsper Mirakelkreuz und die Förder „Schweineglocke“ sind sie beeindruckende Gegenstände aus der Lebenswelt des Mittelalters. Einblicke in dieses Leben werden möglich, das Geheimnisvolle bleibt.

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